Mittelstandsfinanzierer

Finanzierung 4.0 eröffnet dem industriellen Mittelstand neue Wege der Absatzfinanzierung.

Bereits jetzt bieten 59 Prozent der mittelständischen Industriebetriebe ihren Kunden an, den Kauf ihrer Produkte über sie selbst beziehungsweise ihre Partnerbank zu finanzieren. Die Dominanz der Institute in diesem Geschäft dürfte jedoch bald bröckeln: Mehr als die Hälfte derjenigen Befragten, die ihren Abnehmern bislang keine Absatzfinanzierung offerieren, könnten sich dies vorstellen, wenn sie dafür kein Kreditinstitut als Partner benötigten.

„Für viele deutsche Mittelständler aus der Industrie sind die Hausbanken mit ihren altmodischen Kreditkriterien nicht mehr automatisch der Finanzierungspartner Nummer 1“, beobachtet Dr. Tim Thabe, Gründungspartner und Vorsitzender der Geschäftsführung von creditshelf. In Zeiten der intelligenten Produktion herrsche in der Industrie eine hohe Bereitschaft, dem Kunden mit der erworbenen Maschine oder Anlage eine bankenunabhängige Absatzfinanzierung zu liefern – auf Basis der Echtzeit-Daten der Investition. creditshelf-CEO Thabe: „Die neue Produktionswelt erfordert entsprechende Kriterien für die Kreditvergabe. Das klassische Kreditinstitut kann zwar der Partner einer Finanzierung 4.0 sein, muss es aber nicht. Der Mittelständler ist ebenso in der Lage, die Absatzfinanzierung selbst zu offerieren und ein Fintech als Abwicklungsplattform zu nutzen.“

Über die Studie „Industrieller Mittelstand und Finanzierung 4.0“

Die Studie „Industrieller Mittelstand und Finanzierung 4.0“ beruht auf einer Befragung des digitalen Kreditmarktplatzes creditshelf (www.creditshelf.com) im Juli 2017. Insgesamt nahmen 187 Finanzentscheider aus mittelständischen Industrieunternehmen (Vorstände, Geschäftsführer und Mitglieder der Geschäftsleitung) an der Online-Erhebung durch ein Marktforschungsinstitut teil. Die Studie wurde wissenschaftlich begleitet von Prof. Dr. Dirk Schiereck, Leiter des Fachbereichs Unternehmensfinanzierung an der TU Darmstadt.